Kastration beim Hund?

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Fragen zur Kastration

Deine Hündin leidet durch die Läufigkeit?

Hündinnen zeigen oft Anzeichen einer Scheinmutterschaft. Sie ziehen sich zurück, das Drüsengewebe um die Zitzen schwillt an und sie bemuttern z.B. Kuscheltiere. Das ist erstmal noch kein Problem. Am besten lenkt man sie ab und verhindert, dass sie sich hineinsteigern kann. Wenn die Hündin tatsächlich depressiv wird, schmerzhafte Veränderungen bekommt oder sehr oft läufig wird, solltest du das medizinisch abklären lassen. In ihrem dreiteiligen Web-Seminar erklärt Tierärztin Sophie Strodtbeck, wann in diesem Fall eine Kastration zu überlegen wäre.

Dein Rüde benimmt sich unmöglich?

Wenn dein Rüde starkes Aggressionsverhalten gegenüber anderen Rüden zeigt, kann das viele Gründe haben. Eine Kastration kann das Verhalten, je nachdem, warum dein Hund es zeigt, auch verschlimmern. Reitet dein Rüde viel auf, handelt es sich oftmals um Übersprungsverhalten oder Stressabbau. Auch hier hilft die Kastration nicht. Ist er tatsächlich hypersexuell kann eine Kastration deinem Rüden helfen. Woran du erkennst, ob dein Hund hypersexuell ist, bespricht Tierärztin Sophie Strodtbeck in ihrem dreiteiligen Web-Seminar.

Du willst deine Hündin vor Tumoren schützen?

Eine Hündin muss keinesfalls einmal im Leben Welpen bekommen, um vor Tumoren geschützt zu sein. Auch die alte Mär, dass eine früher Kastration vor Mamatumoren schützt, stimmt nicht. Vor welchen Tumoren eine Kastration wann und wie schützen kann und was du präventiv tun kannst, erzählt Tierärztin Sophie Strodtbeck in ihrem dreiteiligen Web-Seminar.

Haben es Rüden, die vor der Pubertät kastriert werden, einfacher?

Rüden, die sehr früh kastriert werden, kommen nicht in die Pubertät. Sie werden nicht richtig erwachsen, sondern bleiben welpenhafter. Das kann zu Problemen mit anderen Hunden führen, die das welpenhafte Verhalten bei einem erwachsenen Hund nicht verstehen. Ohne Pubertät reift das Gehirn nicht aus, die Wachstumsfugen schließen sich später und es fehlen wichtige Hormone, die für die Reifung des Hundes notwendig sind. Warum Tierärztin Sophie Strodtbeck eine Kastration vor der Pubertät nicht befürwortet, beantwortet sie in ihrer dreiteiligen Web-Seminar-Reihe.

Tierärztin Sophie Strodtbeck bespricht das Thema Kastration ausführlich in ihrer dreiteiligen Web-Seminar-Reihe

Wenn du dich ausführlich informieren willst, um dann die richtige Entscheidung für dich und deinen Hund zu treffen, findest du hier alles, was du brauchst.

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Nach dem Web-Seminar wirst du eine auf Fakten basierende Entscheidung treffen können!

In drei ausführlichen Teilen klärt Sophie über den aktuellen Wissenstand zum Thema Kastration beim Hund auf und erklärt Zusammenhänge, die viele bisherige Aussagen über den Haufen werfen.

Wenn du über Kastration nachdenkst, dann tu es ausführlich und mit allen Informationen, die du bekommen kannst. Denn eine chirurgische Kastration kann unter falschen Voraussetzungen zum Gegenteil dessen führen, was man erwartet hatte und sie ist nicht mehr rückgängig zu machen.

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Die wichtigsten Fakten zur Kastration – kurz und knapp

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Kastration beim Hund

Was ist eigentlich eine Kastration?

Eine Kastration ist die Entfernung der Keimdrüsen des Hundes. Beim Rüden sind das die Hoden, bei der Hündin die Eierstöcke. Üblicherweise werden diese chirurgisch und unwiderruflich entfernt. Der Hund ist damit nicht mehr zeugungsfähig und bildet keine bzw. sehr viel weniger Sexualhormone aus, die Einfluss auf den Hormonstoffwechsel haben.

Neben der chirurgischen Kastration gibt es auch die chemische Kastration, bei der dem Hund ein Chip implantiert wird. Dieser führt zur Hormonausschüttung im Gehirn und senkt über einen Regelkreis die Bildung von Testosteron im Hund.

Eine Alternative zur Kastration ist die Sterilisation von Hunden. Hierbei werden beim Rüden die Samenstränge durchtrennt (Vasektomie). Der Rüde ist damit nicht mehr zeugungsfähig, der Hormonkreislauf bleibt jedoch erhalten. Vor allem im Tierschutz beginnt hier ein Umdenken, seitdem Studien zeigen, dass die Kastration aufgrund des Einflusses auf das Verhalten bei wildlebenden Hunden langfristig nicht zur Reduzierung der Population führt.

Kastration beim Hund

Verschwindet durch die Kastration auch die Aggression bei meinem Hund?

Oft werden vor allem Rüden kastriert, weil er aggressives oder anderweitig problematisches Verhalten zeigt. Eine Kastration greift jedoch sehr stark in das Hormonsystem des Hundes ein. Sexualhormone haben großen Einfluss auf das gesamte Wesen des Hundes und sind nicht alleinig ausschlaggebend für Aggressionsverhalten. So kann ein Rüde, der sehr unsicher ist und sich aus diesem Grund aggressiv zeigt, durch eine Kastration noch unsicherer und damit noch aggressiver werden. Testosteron steigert das Selbstbewusstsein. Fehlt dieses Hormon, zum Beispiel nach der Kastration, kann unsicher aggressives Verhalten massiv zunehmen. Zeigt der Rüde deutlich sicheres Konkurrenz- und Imponierverhalten gegenüber anderen Rüden und hat dies nicht schon über Jahre erfolgreich gelernt, kann eine Kastration dieses Verhalten hemmen.

Bei der Hündin wiederum, die nur während der Läufigkeit massive Aggressionsprobleme hat, kann eine Kastration dieses Verhalten verbessern. Ist sie auch sonst problematisch, wird eine Kastration eher keine, im Zweifel negative Auswirkungen haben. Die weiblichen Sexualhormone haben eine ausgleichende Wirkung , die bei der Kastration wegfällt.

Verhalten wird vor allem auch erlernt und ist abhängig von vielen Faktoren. Ob eine Kastration einen Einfluss auf das Verhalten deines Hundes haben wird, kann also nur unter Beachtung aller individuellen Faktoren deines Hundes vorhergesagt werden. Eine pauschale Aussage, dass Kastration aggressive Hunde zum Positiven verändert ist deshalb falsch.

Früher kastrieren = weniger Probleme?

Früh kastrierte Hunde sind Hunde, die vor der ersten Läufigkeit bzw. vor Einsetzen der Pubertät kastriert werden. Das bedeutet, dass diese Hunde die Pubertät nicht wie vorgesehen durchlaufen. Die zur Reifung notwendigen Hormone werden nicht ausgeschüttet. Dadurch wird das Längenwachstum nicht wie vorgesehen beendet und das Gehirn kann nicht vollständig reifen. Vor der Pubertät kastrierte Hunde wachsen länger und werden größer. Ihr Gehirn wird nicht neu sortiert und das infantile Verhalten junger Hunde bleibt oft bestehen. Fehlende Sexualhormone erschweren den Aufbau von sicherem Verhalten und stoppen den Hund in seiner Wesensentwicklung.

Neben den weiteren gesundheitlichen Nebenwirkungen einer chirurgischen Kastration kommen bei der Frühkastration also auch infantiles Verhalten hinzu, welches dem Hund sein Leben lang Probleme zB. im Umgang mit anderen Hunden machen kann. Eine Frühkastration ist deshalb abzulehnen.

Kastration beim Hund

Wann sollte unbedingt kastriert werden?

Eine pauschale Ablehnung von Kastration ist nicht angebracht. Es gibt viele Gründe für diesen Eingriff. Eine Pyometra bei der Hündin (Gebärmutterentzündung) ist ein solcher Grund. Ebenso ist eine Kastration angezeigt bei Ovarialtumoren und Zysten. Bei echter Hypersexualität des Rüden kann die Kastration sehr sinnvoll sein und auch bei Hodenhochstand ist sie indiziert.

Es gibt sehr individuelle Gründe für oder gegen eine Kastration oder Sterilisation. Sie sollten unbedingt gut durchdacht sein und sich an Wissen statt an Gerüchten orientieren.

Mögliche Nebenwirkungen einer Kastration

Eine chirurgische Kastration ist mitnichten eine völlig problemlose Operation ohne Nebenwirkungen. Neben den üblichen Risiken einer Narkose und Operation kommen bei der Kastration einige weitere Punkte hinzu.

In etlichen Studien wurden erhöhte Risiken für verschiedene Tumorerkrankungen gezeigt, so unter anderem für Knochen- Milz- und Herztumore. Die Bindegewebsfähigkeit nimmt ab und die Bemuskelung. Kastrierte Hunde haben häufiger Probleme mit dem Bewegungsapparat, ein größeres Risiko für Kreuzbandrisse und Patella Luxation. Auch ein höheres Risiko für Schilddrüsenerkrankungen, Prostatakrebs und Demenz im Alter konnte nachgewiesen werden.